Bildquelle: Team WBV Landshut w.V.
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Forstliches Gutachten & Revierweise Aussagen 2018

Auftaktveranstaltung am 23. Februar in Blumberg

Alle drei Jahre starten Anfang März die Außenaufnahmen zum Forstlichen Gutachten. Dabei
nehmen die Förster der Forstverwaltung zusammen mit freiberuflichen Forstsachverständigen
die nachwachsende Baumgeneration genau unter die Lupe und untersuchen sie auf
Verbissspuren. Die Forstlichen Gutachten dienen als wichtige Grundlage für die
Abschussplanung für Rehwild in den Jahren 2019 bis 2021. Das Forstliche Gutachten bildet
eine wichtige Grundlage der 3-Jahres-Abschussplanung für Rehwild.

Im Vergleich zum Forstlichen Gutachten 2015 haben sich in Ablauf und Aufnahmeverfahren
keine Änderungen ergeben. Nach einem bayernweit einheitlichen Verfahren werden je
Hegegemeinschaft mindestens 30 Verjüngungsflächen aufgesucht. In jeder dieser Probeflächen
wird an fünf Stichprobenpunkten die Waldverjüngung begutachtet.

Wie die Aufnahme genau funktioniert und auf was man bei der Verbissansprache achten muss,
wird bei der Auftaktveranstaltung am 23. Februar vorgestellt. Dabei werden zuerst im
Gasthaus wichtige Informationen zum Forstlichen Gutachten und zu den Revierweisen Aussagen
weitergegeben. Anschließend wird das Aufnahmeverfahren in einem nahe gelegenen Waldort
vorgestellt. Alle Waldbesitzer und Jäger sind hierzu herzlich eingeladen. Treffpunkt ist
um 13 Uhr im Gasthaus Westermeier in Blumberg, bei Adlkofen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Inventur/Stichprobenerhebung/Außenaufnahmen
Anfang März starten die Außenaufnahmen zum Forstlichen Gutachten in den 20
Hegegemeinschaften. Wie es fast schon Tradition ist, können Jäger und Waldbesitzer die
Förster bei den Aufnahmen begleiten. Jagdreviere und Hegegemeinschaften mit einer "zu
hohen" oder "deutlich zu hohen" Verbissbelastung sind hier besonders gefordert. Eine
Anmeldung hierzu ist bis 28. Februar möglich. Das Anmeldeformblatt finden Sie auf der
Homepage des AELF Landshut unter www.aelf-la.bayern.de/forstwirtschaft/jagd/.
Revierweise Aussagen

Unabhängig davon werden ergänzend wieder Revierweise Aussagen für einzelne Jagdreviere
erstellt. Bitte beachten Sie, dass diese nur für Jagdreviere in "roten"
Hegegemeinschaften, also Hegegemeinschaften, die im Gutachten 2015 eine zu hohe
Verbissbelastung aufwiesen, automatisch erstellt werden. Für alle anderen Jagdreviere in
Stadt und Landkreis Landshut werden Revierweise Aussagen nur auf Antrag gefertigt. Jeder
Grundeigentümer und Jäger kann dies bis zum 28. Februar am AELF Landshut beantragen
(gemeinsames Anmeldeformblatt s. oben).

Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen 2015 im Landkreis Landshut
Auf Grund der Borkenkäferkalamität der letzten Jahre sind eine Vielzahl an Schadflächen in
unseren Wäldern entstanden. Daher ist es besonders wichtig, jetzt auf eine sinnvolle
Abschussplanung hinzuwirken. Nur mit angepassten Rehwildbeständen können zukunftsfähige
Wälder nachwachsen. Die Forstlichen Gutachten sind dafür ein wesentlicher Maßstab!
Wolfgang Forstenaicher, AELF Landshut

Holzmarkt im I. Quartal 2018

Aktuell gute Nachfrage nach Frischholz!!! Sollten sie Einschläge planen, so führen sie
diese bitte so bald wie möglich durch, da im März/April mit einem sehr hohen Aufkommen an
Holz zu rechnen ist!

Die aktuellen Fixlängenpreise bis Ende April 2018 (bzw. bis die Vertragsmengen der WBV
ausgeschöpft sind!):

Fichte Fixlängen frisch 2b+ 88 € netto (92,80 € brutto) bei einer Menge ab 10 fm, unter 10
fm 5 €/fm werksseitiger Mindermengenabschlag. Käferabschlag 20 €
Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 50 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Aktuell gute Nachfrage für schönes Bauholz! Preis 90 € netto (95 €
brutto) für B-Qualität. Die Mengen sind allerdings begrenzt – sprechen sie mit ihrem
zuständigen WBV-Förster!
Aushaltung: 16-21m + 50cm Übermaß, 18 Zopf o.R.

Papierholz 32,50 € (34,30 € brutto) bis Ende Oktober 2018
Aushaltung: Fichte, Tanne, Länge 2m oder 3m, Zopf 8 cm, Stock 30 cm, frisch, gesund (kein
Käfer!), keine Wurzelanläufe.

Jagdkurs WBV Landshut 2018/2019

Der Informationsflyer und das Anmeldeformular für den Jagdkurs 2018/2019 stehen im Download-Bereich zur Verfügung.

„Sägen und Schießen“ sorgt für stabile Mischwälder

Bereits zum 10. Mal trafen sich neulich interessierte Waldbesitzer und Naturfreunde zu einem gemeinsamen Waldbegang zum Thema Mischwald, organisiert vom BN, der WBV und den AELF Landshut. Im Waldgebiet am Schellenberg zwischen Windham und Weihenstefan konnten Klaus Wiedmann (BN) und Ludwig Huber (WBV) neben zahlreichen Waldfreunden auch Revierförster Wolfgang Rieger und Michael Veicht , Vizechef der Forstabteilung,  begrüßen. 2008 wurde im gleichen Wald der erste gemeinsame Waldrundgang durchgeführt, um den Gedankenaustausch zwischen Waldbesitzern und Waldbesuchern anzuregen, erläuterte Huber eingangs. Anschießend begab sich die Schar auf den gleichen Rundweg, wie er damals beschritten wurde. Am ersten Waldbild, einen gemischten etwa 40 Jahre alten Bestand, stellte sich die Frage, was zu tun sei, nachdem der Kupferstecher 2015 viele Fichten dürr werden ließ? Förster Rieger konnte darauf die einfache Antwort geben - gar nichts. Bei genauerem Hinsehen waren noch genügend Tannen, Douglasien oder Buchen übrig, welche die entstandenen Lücken bald ausfüllen können. Zudem stellte sich am Boden, begünstigt durch die letzten Samenjahre eine schöne Naturverjüngung ein.

An der nächsten Station beschrieb Ludwig Huber die Entstehung des jetzigen Bestandes. Unter einem etwa 80-jährigen Altbestand aus Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer und Buche fanden die Besucher eine üppige,  fast haushohe Naturverjüngung vor. Dem Wiebkesturm 1990  fiel ein Teil des Altbestandes zum Opfer. Das entstehende Licht nutzen viele Bäume zum Ansamen und auch der Wildverbiss hielt sich in Grenzen, weil ja plötzlich überall durch die Sturmlöcher ein breites Äsungsangebot vorhanden war, meinte Huber. Jetzt besteht die komfortable Lage, dass nur noch die alten Bäume langsam entnommen werden müssen, ohne Aufwand für die nächste Waldgeneration. Auch ein 70 – 80 jähriger Fichte-Tanne-Buche-Bestand,  entstanden also in der Kriegs- und Nachkriegszeit, führte zu allerhand Diskussionen. Da damals die „Not“ jagte, konnten  die Mischbaumarten ohne Schutzmaßnahmen ungestört aufwachsen. Inzwischen stellt sich die nächste Waldgeneration ein. Klaus Wiedmann wies die Besucher aber auf einen deutlichen Verbiss bei Tanne und Buche bei den ganz kleinen Pflänzchen hin. „1978 habe ich meine letzten Fichten gepflanzt“, begann Huber die Beschreibung des nächsten Waldbilds. Seitdem werden nur noch Mischbaumarten gepflanzt und die Fichten aus der Naturverjüngung übernommen. Ziel ist, die Fichten schnell dick werden zu lassen, was nur durch regelmäßige Durchforstung möglich ist. Solche Bestände sind nicht nur stabiler, sondern überstehen Trockenphasen besser, da mehr Regen in den Boden gelangt, ergänzte Rieger.

Der Fichte als Baum des Jahres 2017 galt anschließend die Aufmerksamkeit. Ein 120 Jahre altes Exemplar mit etwa acht Festmetern Holz zeigte, was Fichten leisten können. Man war sich aber einig, dass die Fichte im Reinbestand keine Zukunft hat. Nur im Mischbestand wird sie den Klimawandel einigermaßen überstehen. Ein Altbestand mit schönen Douglasien in Mischung mit Fichte, Tanne, Buche, Lärche zeigte anschaulich, wie die waldbauliche Zukunft ausschauen könnte. Nicht so erfreulich wurde die Lage in einem Eschenbestand beurteilt. Die etwa 60 Jahre alten Bäume kämpfen seit einigen Jahren schwer mit dem Eschentriebsterben. Die sich anbietende Ablösung mit einer Tannen-Naturverjüngung war vom Verbiss durch Rehe arg gezeichnet. Der ideale Einstand unweit des Feldrandes wäre jagdlich  sehr Erfolg versprechend, meinte Rieger und sollte genutzt werde. Um klimastabile und ertragreiche Mischwälder zu begründen sind Waldbesitzer und Jäger gleichermaßen gefordert: „Sägen und Schießen“, brachte es Ludwig Huber auf den Punkt.

Reisebericht der WBV

Bei herrlichem Maiwetter ging die diesjährige Lehrfahrt der WBV Landshut in den Landkreis Traunstein. Erste Station war der Weißtannen-Herkunftsversuch Burgstall unweit von Traunstein, wo Gerhard Huber vom Amt für forstliches Saat- und Pflanzgut (ASP) aus Teisendorf schon bereitstand. Nach einem kurzen Weg bergauf, erreichten die Landshuter Waldbesitzer in Begleitung von den Förstern Franz Blümel und Hans Orthuber vom AELF, sowie Markus Bauer und Michael Stanglmayr von der WBV den Versuchsstandort.  Weißtannen von 17 verschiedenen Herkünften aus Deutschland, Italien, Frankreich, Sklowakei und Rumänien wurden hier in dreifacher Wiederholung 1979 angepflanzt.  Aus den Ergebnissen von diesem und ähnlichen Versuchen  in Bayern und Baden-Württemberg leiten die Experten vom ASP dann die Herkunftsempfehlungen für die verschiedenen Naturräume ab, erklärte Gerhard Huber. Von den großen Unterschieden in der Wuchshöhe und im Dickenwachstum konnten sich die Besucher selbst ein Bild machen. Für das Tertiäre Hügelland werden insbesondere Tannen-Herkünfte mit der Nummer  827 10 empfohlen. Herkünfte aus den Karpaten zeichnen sich durch eine höhere genetische Diversität aus und haben deshalb eine gute Anpassungsfähigkeit, geringe Ausfälle und gute Wüchsigkeit.  Slowakische Herkünfte wurden deshalb für Ostbayern befristet in die Empfehlung aufgenommen, so Huber.

Zur Mittagspause erreichte die Busgruppe das Forsthaus Adlgaß bei Inzell. Bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarem Panorama schmeckten der Rehbraten oder die Forellen hervorragend. Der Tipp kam von Rupert Rottmann, der auch den Kontakt zu Georg Berger herstellte. Der Revierförster  und ein Anwärter der Bayerischen Staatsforste führten die Waldbauern am Nachmittag in den nahen Bergwald, wobei die Geländegängigkeit der Landshuter schon auf die Probe gestellt wurde. Entschädigt   wurden sie  mit schönen Waldbildern und einen Einblick in die oft schwierige Waldbewirtschaftung der vielen Steillagen. Waldbaulich angestrebt werden ein „Dreiklang“ aus Fichte-Tanne-Buche und die Überführung in Dauerwald mit natürlicher Verjüngung. Seit vor etwa 20 Jahren begonnen wurde, das Schalenwild intensiv zu jagen, gelingt dies hervorragend. Es muss nur noch ganz wenig gepflanzt werden, versicherte Georg Berger. Mit einem Produkt der forstlichen Nebennutzung, ein Schmankerl aus Vogelbeere, Heidelbeere und Brombeere, bedankte sich der WBV-Vorsitzende Ludwig Huber bei den  zwei Förstern für den interessanten Waldbegang.

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Revierförster Georg Berger (mit Zettel) inmitten der Gruppe
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Herrlicher Bergwald
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Gerhard Huber erläutert die Ergebnisse des Tannenversuches
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